Schleichverkehr auf Hauptstrassen lässt sich die Stadt Millionen kosten und das Freibad muss Federn lassen.
Landauf,- Landab hört man die Kommunen über leere Kassen klagen. Als Schuldige werden die Wirtschaft, der Bund und die Länder ausgemacht. Neben dem großen Jammern erfolgt die Erhöhung der kommunalen Steuern, sprich das Wohnen wird für uns alle ein weiteres Mal teurer. So auch in Neu-Isenburg.
Grund- und Gewerbesteuern wurden angehoben. Gespart wird hier und da auch. Zum Beispiel bei der Vereinsförderung (20%). Auch die Weihnachtsbeleuchtung wird in Frage gestellt. Alles nicht schön, aber nun ja, sparen muss eben sein. So zumindest laut Stadtregierung.
Dumm ist nur, wenn es Ausnahmen gibt. Und die haben es in Neu-Isenburg in sich:
Für voraussichtlich 2,7 Mio. EUR lassen Bürgermeister und die schwarz, rot-grüne Koalition einen weiteren Feuerwehrstützpunkt in Neu-Isenburg bauen. Beim Standort ist man nicht zimperlich und verkleinert eines der Highlights Neu-Isenburgs; das Freibad. Wo sich heute der wunderschöne Sonnenhügel befindet, soll bald das neue Feuerwehrhaus stehen. Gerade von Seiten der Grünen wird immer wieder die Versiegelung von Flächen beklagt, nun treibt man diese selbst voran.
Warum ich die Grünen nenne? Weil Bündnis90/Grüne auf der Einführung von 30 km/h im ganzen Stadtgebiet, beginnend in der Offenbacher Straße, der Carl-Ulrich-Straße und der Friedhofstraße, sprich auf den Hauptverkehrsachsen, beharrt haben und diese ihnen von CDU und SPD auch zugesagt wurde. Der flächendeckende Schneckenverkehr wird gemäß Koalitionszusage umgesetzt. Dumm ist nur, dass neben den „bösen“ Autofahrern und dem Busverkehr auch Feuerwehr und Rettungsdienst bei 30 km/h durch die Nacht schleichen müssen. Tja, und damit können die Rettungsfristen nicht mehr eingehalten werden und es muss eben die 2. Feuerwehrwache in der Kernstadt her.
Am Ende lautet die Formel. Alle Bürger müssen sparen bzw. mehr bezahlen, aber für das 30 km/h Geschenk an grüne Ideologen werden 2,7 Millionen Euro Investitionen und viele weitere Betriebskosten in den Folgejahren in Kauf genommen.
Man muss sich die aktuelle politische Leistung mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Modernisierung der Hugenottenhalle wurde so lange verschleppt, dass man sie nun im Frühjahr 2027 schließen muss. Das Freibad wird seines Sonnenhügels beraubt, die Vereinszuschüsse werden gekürzt, die Weihnachtsbeleuchtung in Frage gestellt, Gebühren und Steuern auf breiter Front erhöht und dennoch sind rund 3 Mio. EUR vorhanden damit man am Grünen Stammtisch jubeln kann.
Prost Mahlzeit!




0 Kommentare