Wer das heimische Warmwasser oder die Heizung bislang unter Nutzung einer Gasheizung erzeugt bzw. betreibt, kann sich in der Zukunft entweder sehr warm anziehen (Stichwort: Pullover) oder diese in den nächsten Jahren durch eine CO2 freie Anlage ersetzen; denn spätestens zum 01.01.2045 wird von den Stadtwerken kein Gas mehr angeliefert.
Das geschieht nicht, weil der örtliche Versorger technisch dazu nicht mehr in der Lage ist, sondern weil er es schlicht nicht mehr darf – „Es isch over“.
Gestern brachte die Bundesregierung das überarbeitete Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in den Bundestag ein. Im neuen §114 zur „Laufzeit von Verträgen über die Lieferung von fossilem Gas“ heißt es ganz konkret „ … dürfen Verträge über die Lieferung von fossilem Gas zum Zwecke der Belieferung von Letztverbrauchern in Deutschland, deren Laufzeit den 31. Dezember 2044 überschreitet, nicht abgeschlossen oder verlängert werden, sofern die Abscheidung und dauerhafte Speicherung des Kohlendioxids oder dessen rohstoffliche Nutzung nicht sichergestellt sind.“
Also selbst wenn ihr Stadtwerk wollte, es darf Ihnen kein Gas mehr liefern. Am 31.12.2044 ist Schluss damit. Punkt, Ende aus.
Ab dann helfen nur noch Wärmepumpe, Fernwärme oder „irgendetwas anderes“, das vor Ort kein CO2 erzeugt. Zu privat betriebenen Kaminen habe ich noch nichts entdeckt, aber da es die Jungs und Mädels in Berlin ernst mit der Dekarbonisierung meinen, kommt da sicher noch was.
Mir stellen sich verschiedene Fragen, besonders spannend finde ich jene, unter welchem Motto unsere Pressevertreter diese Neuerung aufgreifen werden.
Vielleicht in Form von „Putin hat verloren. Wir machen uns unabhängig“?




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