Dritter Teil von „Für ein schöneres Neu-Isenburg“ … und vor der Kommunalwahl 2026 sicherlich der von mir letzte Teil. Aber keine Sorge – der Blog läuft auch nach der Kommunalwahl weiter …
Diesmal widme ich mich der Frage: Warum möchte ich eigentlich ins Stadtparlament gewählt werden? Gute Frage – denn: als Karriereoption brauche ich das sicher nicht.
Es verhält sich bei der Beantwortung dieser Frage so ähnlich wie bei der, warum man im Business Führungskraft werden möchte. Im Job lautet meine Antwort: „Weil ich Visionen habe, die ich gerne umsetzen will; weil ich Menschen und die Arbeit mit ihnen mag und weil ich Struktur und Umsetzung kann. Dabei helfen mir meine Empathie, mein positives Menschenbild, mein hartnäckiger Umsetzungswille und mein fast unumstößlicher Optimismus.“
Und was im Business hilft und funktioniert – warum soll das nicht auch in der Politik helfen und funktionieren?
Zuallererst würde ich mich für das Festhalten einer Stadt-Vision (Strategie) einsetzen; damit Bürger und Parlamentarier wissen, was das Ziel all unserer Bemühungen für unsere Stadt ist; damit jede Entscheidung im Parlament daran gemessen werden kann, ob sie auf das Erreichen dieser Ziele einzahlt; damit am Ende einer Legislaturperiode abgerechnet werden kann …
In dieser Stadt-Vision steht zum Beispiel, ob Neu-Isenburg ein neues Kultur- und Bildungszentrum braucht (Stichwort Hugenottenhalle), ob Neu-Isenburg ein attraktiver Durchgangsverkehrsort werden soll (Straßenbahn bis Langen, RTW bis Birkengewann) oder ein Ort mit hoher Lebensqualität für seine Bürger (Fußgängerzone in der Frankfurter Straße, vielfälliges Einzelhandels- und Gastronomieangebot, Jugend- und Sportangebote in der Stadt). Diese Vision muss sorgfältig geplant, als auch in Zusammenarbeit mit den Bürgern beschlossen und umgesetzt werden. Denn: wenn man als Bürger weiß, WOFÜR die Grundsteuer bezahlt wird und die (hoffentlich) positiven Veränderungen in seiner Stadt sieht – dann, behaupte ich, zahlt man diese Steuer lieber, als wenn das Geld – wie heute – gefühlt in der Bürokratie (z.B. in die Position eines Umweltbeauftragten) versickert.
Deswegen biete ich „meine“ Visionen an – als wählbares Angebot.
Das entspricht meinem Verständnis von Politik: Politiker müssen Visionen haben, für deren Umsetzung sie streiten. Für die Umsetzung dieser Visionen suchen sie Mehrheiten – entweder bei Wahlen bei den Bürgern, nach der Wahl in den Parlamenten – als Delegierter der hinter sich versammelten Wähler. Und deswegen heißt Politik für mich auch Führung …
Vorsicht vor Politikern, die Fragen, wofür die kämpfen sollen … oder bei denen man nicht so wirklich weiß, wofür sie stehen oder kämpfen – von denen haben wir – leider – zu viele; auch in Neu-Isenburg.




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